Nimmt man eine Flasche aus dem Kühlschrank, beschlägt sie, weil sich die
umgebende Luft an der kalten Oberfläche der Flasche abkühlt und das in
der Luft als Dampf enthaltene Wasser als Tauwasser ausfällt.
Eine richtige Lüftung ist aus hygienischen und physikalischen Gründen
notwendig. Sie soll den kompletten Luftaustausch, aber nicht die Aus-
kühlung der Räume bewirken. Die Lüftungsdauer ist deshalb von der
Außentemperatur abhängig. Eine Querbelüftung bei weit geöffneten, sich
gegenüberliegenden Fenstern, möglichst über mehrere Räume, sorgt für
den schnellsten und effektivsten Luftaustausch.
Wir empfehlen 5-15 Minuten Querlüftung,
je nach Außentemperatur, 4 mal am Tag.
Beachten Sie außerdem:
- Überlegt lüften - nicht immer das Fenster offen lassen, sondern
häufiger kurz und intensiv!
- Niemals im Winter wegen angeblicher Heizkosten-Einsparungen
morgens die Heizung abdrehen und abends wieder anstellen, sondern
durch einen Thermostat gleichbleibende Temperaturen einstellen und
halten! Feuchte und abgestandene Luft ist wesentlich schlechter zu
erwärmen als frische und trockene.
- Schwere Vorhänge, vollgestellte Wände erschweren die Belüftung
bestimmter Raum- und Wandteile. Wenn möglich, einen Luftspalt von
5cm unter, hinter und über den Möbeln einhalten. Ideal wäre, keine
Möbel an ungedämmten Außenwänden aufzustellen.
- Im Winter niemals bei geschlossenem Fenster schlafen: es genügt
wenn ein Fenster einige Zentimeter geöffnet wird. Sobald die Fenster
anfangen zu beschlagen, muß man das Fenster auch nachts öffnen.
- In Bade- und Feuchträumen kommt es oft wegen Luftstaus zu Schimmelbildung. Durch Zwangslüftungen nachhelfen!
Das Türblatt verkürzen oder Lüftungsmanschetten in den Türen anbringen hilft die Luftum wälzung zu verbessern. (Auch bei Einbauschränken empfehlenswert)
- Die maximale relative Luftfeuchtigkeit in Räumen sollte 65% nicht
übersteigen